[Interview] mit Melanie Hinz



Heute möchte ich euch eine sehr sympathische Autorin vorstellen, Melanie Hinz. Sie ist 1980 in Mönchengaldbach geboren und schreibt Erotic-Romance Romane. Ich selbst habe schon einige von ihr gelesen und muss sagen, bis jetzt haben mir alle super gefallen. 


Außerdem hat sie noch folgende Bücher geschrieben:

Wer bist du? Stell dich uns doch einfach mal vor.

Mein Name ist Melanie Hinz. Ich komme aus dem schönen Mönchengladbach, in dem auch meine Romane spielen. Meine Bücher sind im Erotic-Romance-Genre einzuordnen.


Wie bist Du zum Schreiben gekommen und seit wann schreibst Du?

Kleinere, nicht wirklich Sinn machende Texte, habe ich schon lange geschrieben, aber an vollständige Romane wage ich mich erst seit 4 Jahren. Mein erster Roman wird allerdings nie das Tageslicht erblicken, denn der war so schlecht, das ist niemanden zuzumuten.


Hat dich jemand oder etwas beeinflusst in der Wahl deines Berufes als Autorin?

Letztendlich war die Elternzeit mit meiner Tochter „schuld“ und das Verlangen, zwischen Windeln und Bauklötzen nicht völlig zu verdummen.


Der Weg von einer Idee zum fertigen Manuskript: Wie sieht dein Schreib-Alltag aus bzw. wie gestaltest du das Schreiben?

Ich bin ein wenig organisierter und sehr intuitiver Schreiber. Viele Autoren haben einen komplett durchorganisierten Plot und exakte Aufstellungen über jede einzelne Charaktere, aber das klappt für mich irgendwie nicht. Das ist wohl auch der Grund, warum das Präsens und die Ich-Form für mich am besten funktioniert. Es ist einfacher, mich selbst mitten in die Geschichte zu versetzen.


Hast du hier auch ein paar Tipps für andere Schreiberlinge?

Das einzige, was euch zu einem Autor macht, ist das Schreiben. Nicht das drüber reden und diskutieren. Ich habe noch nie einen Schreibratgeber oder ähnliches gelesen und war immer sehr selektiv bei meinen Testlesern. Es ist wichtig, sich seinen Stärken bewusst zu sein und dennoch berechtigte Kritik annehmen zu können.

Als Autor ist man nie an dem Punkt, an dem man sagt: Jetzt kann ich es. Jetzt bin ich perfekt. Es ist ein Prozess, in dem man im günstigsten Fall wächst und sich stetig verbessert. Aber wenn man glaubt, dass einem niemand mehr etwas beibringen kann und jedes der eigenen Worte Gold ist, dann hat man jegliche Objektivität verloren und sollte besser aufhören.


Wie kam die Idee zu deinem Buch?

Im Fall von „Durch den Sommerregen“ habe ich nur drei Worte:  Aaron Taylor Johnson


Erzähle uns doch kurz um was es in dem Buch geht?

Es geht um Helena, die sich zu jung in eine Ehe mit einem wesentlich älteren Mann gestürzt hat und nach dem bitteren Ende immer noch an den Nachwehen knabbert. Ihr „Gegenstück“ ist Gabriel, der neue Tätowierer bei Sam und Markus (die einige schon aus „Nie genug“ kennen). Auch er hat eine dunkle Vergangenheit, jedoch wesentlich weniger Bindungsängste als Helena. Und wie es so ist, lässt er natürlich nicht locker, um Helena für sich zu gewinnen. ;)



Wie entstehen die Protagonisten Deines Buches? Sind Deine Figuren immer rein fiktiv oder haben sie auch ab und an mit realen Personen in Deinem Leben zu tun? Wie gibst du ihnen eine Persönlichkeit?

Alles was ich schreibe, wird durch das beeinflusst, was ich gesehen und erlebt habe. Allerdings würde ich niemals eine Person als 1:1-Vorbild für einen Prota nehmen. Es wäre der realen Person gegenüber nicht fair und außerdem spiele ich lieber mit den Protagonisten, statt sie in ein festgelegtes Schema pressen zu müssen.


Was bereitet dir mehr Schwierigkeiten? Der Anfang oder das Ende Deines Buches oder gar der Mittelteil?

Wenn ich Probleme habe, dann ist es beim Mittelteil, weil ich Anfang und Ende schon kenne, bevor ich überhaupt mit dem Schreiben begonnen habe.

Liest du selbst viel? Wenn ja was liest du so? Welches Genre bevorzugst du?

Wenn ich nicht vorm Laptop sitze, dann habe ich den Kindle in der Hand.

Ich lese so ziemlich alles, außer High Fantasy und Historisches. Da komme ich einfach nicht ran, ohne nach den ersten drei Seiten das Schielen anzufangen.

Natürlich bin ich auch ein großer Fan von Romanzen aller Art, habe es selbst aber gerne ein wenig dramatischer und nicht mit einem zwingenden Happy End.                                                                                                       


Welches gelesene Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?

Flowers for Algernon von Daniel Keyes


Hast du einen Autor der dich in deinem Schreibstil beeinflusst?

Nein, nicht wirklich. Ich beneide Megan Hart um das Niveau, in dem sie ihre erotischen Romane verfasst, aber ich mag auch meine eigene Stimme sehr gern.


An welchem neuen Buchprojekt arbeitest du gerade? Auf was dürfen wir und als nächstes freuen? Kannst Du den Lesern schon etwas vorab verraten?

Ich kann verraten, dass es ein Wiedersehen mit den Figuren um das Trudi’s (Unerwartet) geben wird. Es wird keine Fortsetzung, sondern die eigene Geschichte einer Protagonistin, die bisher sehr wenig Aufmerksamkeit bekommen hat.


War es schon immer dein Wunsch Bücher zu schreiben?

„Schon immer“ würde ich nicht sagen, aber doch recht lange. Ich kann mir heute keinen besseren Job mehr vorstellen.


Wenn du dich für eine deiner Figuren entscheiden müsstest, wer wäre es?

*Spoiler* Alexander  *Spoiler* ;)

Vielen lieben Dank Melanie für das Interview, ich freue mich schon jetzt auf dein nächstes Buch.

Habt ihr schon eines ihrer Bücher gelesen? Wie fandet ihr es?

Weiteres über die Autorin und ihre Bücher findet ihr auf ihrer Homepage.

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1 Kommentare

  1. *wink* Hallöchen, ich habe schon alle gelesen, hallöchen!!! :D *lach* Obwohl, das stimmt nicht ganz, denn das neuste steht noch aus, aber bald bald bald!

    Eine schöne Idee mir diesem Interview. Hat Spaß gemacht es zu lesen.

    Liebe Grüße
    Sarah

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